Nach der Niederlage im letzten Heimspiel gegen den derzeit noch ungeschlagenen Tabellenführer war klar: Diesmal sollten die Punkte wieder auf das Konto des HC Winnenden wandern. Auswärts bei der SG Schorndorf 1846, die den Frauen 2 des HCW in der Tabelle dicht auf den Fersen war, wusste man, dass hart umkämpfte Punkte auf dem Spiel standen – bei einer Begegnung auf Augenhöhe.
Der Start in die Partie verlief allerdings holprig. Die Frauen 2 des HCW taten sich schwer, ins Spiel zu finden, und leisteten sich bereits in der Anfangsphase zahlreiche technische Fehler. Zu oft verlor man den Ball an die Gegnerinnen oder ließ die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. So dauerte es bis zur 10. Spielminute, ehe endlich der erste Treffer gelang.
Was die Mannschaft jedoch im Spiel hielt, war vor allem die starke Abwehrarbeit. Man ließ sich trotz des schwierigen Starts nicht abschütteln und blieb Tor um Tor dran. Zur Halbzeit stand es zunächst 13:10 für die Gastgeberinnen aus Schorndorf.
Der Kampfgeist war geweckt – und das zeigte sich nach dem Seitenwechsel auf beiden Seiten. Die zweite Hälfte war vor allem von einem geprägt: hartem körperlichem Einsatz. Das spiegelte sich auch in der Siebenmeter- und Zeitstrafenstatistik wider und dieser Einsatz zahlte sich aus: In der 39. Spielminute gelang den Frauen 2 des HCW endlich der verdiente Ausgleich.
Jetzt wurde es noch einmal richtig spannend – und vor allem körperlich! In einem intensiven Schlagabtausch erkämpfte sich die Mannschaft vier Minuten vor Spielende sogar eine Zwei-Tore-Führung. Aber so ist Handball: Vier Minuten können verdammt lang und zwei Tore verdammt wenig sein. Leider gelang es der Mannschaft nicht, die Führung bis zum Ende zu halten, sodass die Gastgeberinnen aus Schorndorf kurz vor Schluss noch zum 21:21-Endstand ausgleichen konnten.
Irgendwie ein Déjà-vu, wenn man an die Begegnung gegen Rudersberg zurückdenkt – nur diesmal mit dem besseren Ende für die Gegnerinnen. So verbuchen die Frauen 2 des HCW den hart erkämpften Punkt mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf ihrem Konto.
Alles in allem war es eine wirklich nervenaufreibende Partie und ein Duell auf absoluter Augenhöhe. Gleichzeitig weiß die Mannschaft, an welchen Stellschrauben sie noch drehen muss, um künftig konstanter und souveräner aufzutreten und ihre Leistung über die gesamte Spielzeit hinweg noch routinierter und cleverer abzurufen.
Endstand: SG Schorndorf 1846 – HC Winnenden 2 21:21 (13:10)
Es spielten (Tore/7m): Anja Schanz (10/6), Elena Stoeß, Erdonita Bytyqi, Hannah Schaad, Johanna Seemann (1), Kiveli Athanasiou (1), Lena Kral (2/1), Lena Schulze, Luisa Knobel, Madeleine Knehr (4), Maria Mavridou (3), Maria Ouzouni (1), Meike Hähl (2), Neele Wilhelmi (2), Nina Lindacher, Rinesa Kryeziu.
Trainer: Basti Maichle, Uwe Matzner
21 : 21
