wJB1: Wunderbarer Saisonabschluss beim Arnhem Cup in Holland

Knapp 4 Wochen ist die Bezirksliga-Runde 2018/19 nun vorüber. Die Meister-Mädels sammelten sich zum Abschied ein letztes Mal und machten sich auf den Weg nach Holland zum internationalen Arnhem Cup 2019, der in diesem Jahr zum 22. Mal in der 150.000 Einwohner Stadt ausgetragen wurde.

 

Ein beeindruckender organisatorischer Rahmen begleitete die Turniertage. Aus 5 Ländern traten über 120 Mannschaften im Handball-Leistungszentrum der holländischen Frauen an. Zwei Hallenkomplexe mit jeweils 4 Handballfeldern machten das komplexe Programm möglich. Als Vertreter des Handballbezirks Rems-Stuttgart übergaben wir an den Veranstalter einen Ball des Bezirks und einen HC-Wimpel.

 

Die Begrüßung startete am Freitagabend. Es gab eine Eröffnungszeremonie bei der stellvertretend je eine Mannschaft aus den Ländern die jeweilige Landesflagge in die Sporthalle trug. Naturgemäß war der Geräuschpegel bei den Gastgebern am größten, doch auch die deutschen Vertreter ließen sich nicht lumpen. Die Nationalhymnen wurden gespielt und selbstverständlich mitgesungen. Im Anschluss an die Begrüßung der Mannschaften gab es ein Spiel der höchsten holländischen Männerliga.

 

Untergebracht war die wJB in einer Schule im dortigen Ballett-Saal. Praktischerweise hatte der Saal auch eigene Sanitärräume. Nach der ersten Nacht begann das Turnier am darauffolgenden Samstag mit 19 Mannschaften im weiblichen Jugend-Bereich der Jahrgänge 2002 und 2003. In 4 Gruppen wurden die Gruppensieger ausgespielt, die anschließend Viertel- und Halbfinale sowie das Endspiel bestreiten sollten. Die Glücksfee war bei der Gruppenauslosung nicht voll umfänglich auf unserer Seite. Unsere beiden, starken Gruppenersten bestritten zum Schluss auch das Finale, das die Mannschaft Savona aus Holland – wie auch bereits im Gruppenspiel – für sich entscheiden konnte.

Das Gruppenspiel zwischen Savona und dem späteren Zweiten aus Billstedt konnten sich unsere Mädels vor dem ersten eigenen Spiel anschauen. Sehr körperliche Spielweise, groß gewachsene Spielerinnen mit viel Zug aus dem Rückraum – da war zunächst der Respekt zu groß. Das zeigte sich dann auch im ersten Spiel gegen Savona. In den ersten der jeweils 25 Spielminuten war man noch nicht richtig da und auch schon 1:5 zurück. Dann konnte erstmalig der Schalter umgelegt werden. Beim 8:9 wurde deutlich an einer ersten kleinen Sensation geschnuppert. Savona ließ dies aber nicht zu und die sehr gute Torhüterin sicherte mit zwei tollen Paraden den 12:9 Sieg. Aber – man war nun im Turnier. Gegen die erste Vertretung aus Vorderland in der Schweiz wurde das zweite Spiel deutlich mit 15:10 gewonnen. Nach einem schlechteren Spiel gegen Billstedt, das mit 7:13 verloren ging, war die Finalrunde jedoch leider außer Reichweite. Ein weiteres sehr gutes Spiel gegen Hurry up aus Holland und der damit verbundene 16:8 Erfolg brachte in der Tabelle Platz 3 und damit die Spiele um Platz 9 bis 16.

 

Zunächst stand aber ein weiteres Highlight für den Samstag an: die Disco-Dance-Night. Und auch hier spürte man wieder die Lust und die Energie dieser beeindruckenden Truppe. Als erstes auf der Tanzfläche und natürlich den „Laden“ wieder abgeschlossen. Den DJ hatten sie nach 5 Sekunden auf ihrer Seite. Woher sie nochmal die Energie für 4 Stunden ununterbrochenes Tanzen und Singen genommen haben? Ein Rätsel. Es war an diesem Abend im Ballett-Saal aber auch relativ schnell ruhig. Und bis dahin konnte ja im Bus noch gesungen werden.

 

Und wer nun denkt, dass das Loch am zweiten Turniertag gekommen ist …. liegt falsch. Auch in der Runner-up Runde wurde mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale gespielt. Zunächst ging es im Viertelfinale gegen Vorderland II aus der Schweiz. Das Spiel konnte deutlich mit 18:7 gewonnen werden. Im Halbfinale ging es gegen die zweite Vertretung von Savona. Wieder traf man auf eine starke und körperlich überlegene Mannschaft und dieses Mal musste man sich mit 10:12 geschlagen geben. Ein starkes Spiel, das in diesem Fall aber von sehr „holländischen“ Schiedsrichtern (aus Savona!) begleitet wurde und uns mit vielen Zeitstrafen die meiste Zeit in Unterzahl spielen ließ. Schwamm drüber, im kleinen Finale, erneut gegen die Erste von Vorderland, packten die Mädels nochmals ein paar Körner drauf und konnten das Spiel mit 14:12 für sich entscheiden.

 

Das Turnier wurde am Sonntagabend mit einer großen Siegerehrung im Valkenhuizen Sportkomplex abgeschlossen. Die komplette Truppe ging anschließend noch super gemütlich Pizza-Essen und dann – natürlich singenderweise – zurück zur Schule. An Schlafen wurde in dieser letzten Nacht nur eingeschränkt gedacht, das konnte man schließlich auf der Rückfahrt nachholen.

 

Tolle Tage gingen mit der Rückfahrt am Ostermontag zu Ende.